Hybridkühlung bei Ceramdis GmbH in Elsau

Extruder und Sinteranlagen erzeugen bei Ceramdis hohe interne Wärmelasten, die CNC-Fertigung braucht stabile Temperaturen. Nach dem heißen und feuchten Sommer 2023 sollten ganzjährig max. 25,5 °C und max. 65 % relative Luftfeuchte eingehalten werden. INFRANORM® erweiterte die bestehende Sustainable Hall Conditioning Anlage deshalb zu einer Hybridlösung aus adiabater Kühlung und Kältemaschine, die hohe Frischluftmengen mit definierten Hallenbedingungen verbindet.

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Ein glücklicher Kunde steht vor seiner Präzisionsklimatisierung und schüttelt einem Infranorm Mitarbeiter die Hand

Branche: Keramikproduktion und -verarbeitung

Kunde: Ceramdis GmbH

Standort: Elsau, Schweiz

Kategorie: Sustainable Hall Conditioning

Lösung: Wirtschaftlich Kühlen, Lüften, Prozesskühlung

KPIs: Frischluftvolumenstrom bis zu 56.000 m³/h, ganzjährig max. 25,5 °C und max. 65 % r. F., bis zu 76 % geringere Betriebskosten gegenüber reinem Kältemaschinenbetrieb

Ausführungsjahr: 2023, Erweiterung zum Hybridbetrieb 2024

Project details

Ceramdis produziert und verarbeitet technische Keramik. Extruder und Sinteranlagen verursachen hohe interne Wärmelasten in der Produktionshalle, im Sommer kommen solare Wärmelasten hinzu. Für die CNC-Fertigung ist eine gleichmäßige Temperatur wesentlich, um Schwankungen beim Fertigungsmaß zu vermeiden. 2023 wurde daher eine Sustainable Hall Conditioning Anlage mit vier zweistufigen adiabaten Kühlern realisiert.

Nach dem außergewöhnlich heißen und feuchten Sommer 2023 stiegen die Anforderungen: Ganzjährig sollten max. 25,5 °C und max. 65 % relative Luftfeuchte eingehalten werden. Die bestehende SHC-Anlage sollte dafür zum Hybridbetrieb erweitert werden. Die Montage musste während des laufenden Betriebs erfolgen, zudem galten hohe Anforderungen an den Schallschutz.

Die vier zweistufigen adiabaten Kühler bringen bis zu 56.000 m³/h Frischluft in die Halle, je nach Außentemperatur und Wärmelast mit Umluftbeimischung. 2024 erhielten die Lüftungsgeräte Kaltwasserregister, versorgt von einer stufenlos leistungsgeregelten Kältemaschine mit bis zu 154 kW Kälteleistung. Sie kühlt und entfeuchtet bei Bedarf zusätzlich. Textile Zuluftschläuche verteilen die Luft zugfrei. Für den Schallschutz laufen die Abluftventilatoren nachts mit reduzierter Drehzahl.

Das Ergebnis: Die Hybridlösung verbindet hohe Frischluftmengen mit definierten Temperatur- und Feuchtebedingungen und unterstützt stabile Bedingungen für die Fertigung. Die Adiabatik kühlt, solange es die Außenbedingungen zulassen, die Kältemaschine unterstützt gezielt. Die Betriebskosten liegen um bis zu 76 % unter einem reinen Kältemaschinenbetrieb.

„Für unsere Produktion sind stabileTemperatur- und Feuchtebedingungen entscheidend. Mit der Erweiterung zumHybridbetrieb können wir die Vorteile der adiabatischen Kühlung weiterhinnutzen und gleichzeitig die geforderten Hallenbedingungen ganzjährig sicherstellen.“

Dominic Siegenthaler

Produktionsleiter Ceramdis GmbH

The customer company

Die Ceramdis GmbH ist ein Schweizer Familienunternehmen mit Sitz in Elsau, spezialisiert auf technische Hochleistungskeramik. Seit 1997 entwickelt und produziert Ceramdis kundenspezifische Keramiklösungen von Prototypen und Kleinserien bis zu Großserien, von einzelnen Bauteilen bis zu kompletten Baugruppen, unter anderem aus Siliciumnitrid, Siliciumcarbid, Zirkonoxid und Aluminiumoxid.

Der Standort von Ceramdis in Elsau

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synopsis

Das Projekt zeigt, wie sich eine bestehende Sustainable Hall Conditioning Anlage gezielt an steigende Anforderungen anpassen lässt. Statt die Anlage zu ersetzen, wurde sie um aktive Kälte ergänzt. So entstand eine bedarfsgerechte Hybridlösung, die die Vorteile der zweistufigen Adiabatik weiter nutzt. Das Projekt zeigt, wie sich eine bestehende Sustainable Hall Conditioning Anlage gezielt an steigende Anforderungen anpassen lässt. Statt die Anlage zu ersetzen, wurde sie um aktive Kälte ergänzt. So entstand eine bedarfsgerechte Hybridlösung, die die Vorteile der zweistufigen Adiabatik weiter nutzt.

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Der Gewinn für Ceramdis GmbH:

•  Ganzjährig max. 25,5 °C und max. 65 % relative Luftfeuchte

•  Hohe Frischluftmengen von bis zu 56.000 m³/h trotz aktiver Kälte

•  Betriebskosten um bis zu 76 % unter reinem Kältemaschinenbetrieb

•  Weiterverwendung der bestehenden SHC-Anlage

•  Kühlung und Entfeuchtung entsprechend dem tatsächlichen Bedarf

Kurzum: Bedarfsgerechte Hybridkühlung für stabile Produktionsbedingungen bei hohen Frischluftmengen.

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