Öl- & Emulsionsnebelfilter in der Industrie: Emissionen sicher absaugen und kontrollieren

Öl- bzw. Emulsionsnebel entsteht in zahlreichen industriellen Fertigungs- & Härteprozessen und stellt sowohl aus arbeitsmedizinischer als auch aus technischer Sicht eine relevante Emissionsquelle dar. Besonders in spanabhebenden Anwendungen führt die Zerstäubung von Kühlschmierstoffen zu aerosolbelasteter Luft. Eine technisch korrekt ausgelegte Absaug- und Filtertechnik ist daher entscheidend für Arbeitssicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Betriebskosten.
KEY FACTS: ÖL- & EMULSIONSNEBELFILTER
- Öl- und Emulsionsnebel entstehen bei spanabhebenden Bearbeitungsprozessen, Härtereien und u.v.a. Verfahren
- Hohe Schnittgeschwindigkeiten erhöhen die Emissionsbelastung
- Ölnebel, Ölrauch und Emulsionsnebel unterscheiden sich deutlich in der Partikelgröße
- Falsch dimensionierte Filtersysteme erhöhen Energie- und Wartungskosten und beeinträchtigen die Funktionalität
- Direkte Absaugung an der Entstehungsstelle ist technisch am effizientesten
- Selbstreinigende Öl- und Emulsionsnebelfilter ermöglichen konstante Abscheideleistungen
WAS IST ÖL- ODER EMULSIONSNEBEL?
Öl-und Emulsionsnebel ist ein Aerosol aus feinsten Öl- oder Öl-Wassertröpfchen bzw. verdampftem Öl, das bei der Zerstäubung bzw. bei thermischen Verfahren entsteht. Beim Drehen, Fräsen, Schleifen, Bohren usw. treffen Schmierstoffe auf rotierende Werkstücke und werden in mikroskopisch kleine Tröpfchen aufgespalten. Die Partikel vermischen sich mit Luft und verteilen sich ohne gezielte Absaugung im Hallenraum. Ebenso bei der Bearbeitung mit Ölmindermenge bzw. in Härtereiprozessen.
TECHNISCHE ABGRENZUNG: ÖL- UND EMULSIONSNEBEL VS. ÖLRAUCH
Öl-& Emulsionsnebelpartikel sind in der Regel größer als 1 Mikrometer. Ölrauchpartikel entstehen bei thermisch intensiveren Prozessen und sind deutlich kleiner. Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Auswahl geeigneter Ölnebelfilter, da feine Partikel höhere Anforderungen an die Filtration stellen. Eine Fehlinterpretation der Emissionsart führt häufig zu verkürzten Standzeiten und steigenden Betriebskosten.
AUSWIRKUNGEN VON ÖL- UND EMULSIONSNEBEL IN INDUSTRIEHALLEN
Unkontrollierte Öl- & Emulsionsnebelemissionen führen zu:
- Verschlechterter Raumluftqualität
- Belastung der Atemluft
- Rutschigen Arbeitsflächen
- Verschmutzung von Maschinen und Elektronik
- Erhöhtem Wartungs- und Reinigungsaufwand
Neben dem Arbeitsschutz wirken sich Öl- & Emulsionsnebel unmittelbar auf die technische Infrastruktur und die Betriebskosten aus.
TECHNISCHE LÖSUNG: ÖL- UND EMULSIONSNEBEL DIREKT ABSAUGEN
Die effektivste Maßnahme besteht in der Absaugung direkt an der Entstehungsstelle. Dadurch wird verhindert, dass sich das Aerosol im Raum verteilt. Die öl- bzw. emulsionshaltige Luft wird über Rohrleitungen zu einer zentralen oder dezentralen Filteranlage geführt und mehrstufig gereinigt.
Moderne Systeme ermöglichen:
- Umluftbetrieb bei geringer Restemission
- Saisonale Umschaltung zwischen Umluft- und Abluftbetrieb
- Rückführung abgeschiedener Kühlschmierstoffe
- Anpassung der Absaugleistung an wechselnde Betriebszustände
Mehr zur ganzheitlichen Absaug- und Filtertechnik für Industrieanwendungen erfahren Sie hier.

ANFORDERUNGEN AN MODERNE ÖL- UND EMULSIONSNEBELFILTER
Industrieanwendungen erfordern Filterlösungen mit:
- Konstant hoher Abscheideleistung (bis zu 99,97 %)
- Stabiler Absaugleistung unabhängig vom Verschmutzungsgrad
- Langen Standzeiten von mindestens einem Jahr ohne Wartung
- Geringem Wartungsaufwand
- Intelligenter Unterdruckregelung
Selbstreinigende Glasfaser-Drainage-Filter ermöglichen einen nahezu wartungsfreien Betrieb und reduzieren gleichzeitig den Energieverbrauch.
RELEVANZ FÜR INDUSTRIE UND GEWERBE
Produktionshallen und Bearbeitungszentren vereinen hohe interne Wärmelasten mit aerosolintensiven Prozessen. Eine nicht ausreichend ausgelegte Luftfilteranlage führt zu:
- Steigenden elektrischen Anschlussleistungen
- Unnötigen Energieverlusten
- Verkürzten Filterstandzeiten
- Erhöhter Netzbelastung
Öl- und Emulsionsnebelfilter sind daher kein isoliertes Einzelgerät, sondern Bestandteil einer systemisch geplanten industriellen Luftreinigung.
FAZIT: ÖL- UND EMULSIONSNEBEL ERFORDERT PRÄZISE AUSGELEGTE FILTERTECHNIK
Öl- und Emulsionsnebel ist ein unvermeidbares Nebenprodukt moderner Fertigungsprozesse. Beherrschbar wird er jedoch erst durch technisch korrekt dimensionierte Filter.
Für Industrieunternehmen bedeutet das:
- Emissionsquellen präzise analysieren
- Ölnebel, Ölrauch und Emulsionsnebel differenzieren
- Absaugung direkt am Prozess ansetzen
- Filtertechnik energieeffizient auslegen
Nur eine ganzheitlich gedachte Absaug- und Filtertechnik sichert langfristig stabile Betriebskosten, hohe Anlagenverfügbarkeit und gesetzeskonforme Emissionswerte.
FAQ
Was ist ein Öl- bzw. Emulsionsnebelfilter?
Ein Öl-bzw. Emulsionsnebelfilter ist eine industrielle Filteranlage, die Aerosole aus Kühlschmierstoffen, Bearbeitungsprozessen oder aus thermischen Verfahren aus der Luft abscheidet und so Emissionen reduziert.
Wo entstehen hohe Öl- und Emulsionsnebelkonzentrationen?
Vor allem beim Drehen, Fräsen, Schleifen, Härten, Bearbeiten mit Öl-Mindermenge bzw. Prozessen mit hohen Schnittgeschwindigkeiten.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Ölnebel, Ölrauch und Emulsionsnebel so wichtig?
Ölrauchpartikel sind deutlich feiner und stellen höhere Anforderungen an die Filtertechnik.
Kann gereinigte Luft wieder in die Halle zurückgeführt werden?
Ja, sofern die Restemission ausreichend gering ist und gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden.
Kann die warme, gereinigte Abluft einer Wärmerückgewinnung zugeführt werden?
Ja, der Abscheidegrad der Filtersysteme ist so hoch, dass nach dem Filter mechanisch hochreine Luft einer Wärmerückgewinnung zugeführt werden kann. Damit wird vorhandene Energie optimal genutzt.












