Kälte Luft & Klimatechnik berichtet über Hallenkühlung ohne Kältemittel bei Metallbau Götzl

Die Fachzeitschrift Kälte Luft & Klimatechnik (Ausgabe 04/2026) beleuchtet, wie Metallbau Götzl in Erbendorf die Hitze in der Produktionshalle in den Griff bekommen hat. Im Fokus steht eine Hallenkühlung ohne Kältemittel: Sustainable Hall Conditioning von INFRANORM®, die Arbeitsbedingungen verbessert und die Betriebskosten senkt.
Die Berichterstattung zeigt, dass sich die Hallenkühlung auch ohne klassische Kältetechnik lösen lässt, wenn Gebäude, Luftführung und Wärmelasten gemeinsam betrachtet werden. Dass ausgerechnet eine Fachzeitschrift für Kälte-, Luft- und Klimatechnik das Projekt aufgreift, freut uns besonders.
Key Facts zum Pressebeitrag
- Medium: Fachzeitschrift Kälte Luft & Klimatechnik
- Ausgabe: 04/2026
- Technologie: Sustainable Hall Conditioning von INFRANORM®
- Online-Portal des Herausgebers: kaelte-luft-klima.de
Das Projekt im Detail
Metallbau Götzl fertigt Metallbauteile von Einzelstücken bis zu komplexen Baugruppen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium. Im Sommer stieg die Temperatur in der Produktionshalle durch Sonneneinstrahlung und die Abwärme der Maschinen auf bis zu 35 °C. Geschäftsführer Peter Götzl forderte höchstens 24 °C, bei geringen Betriebskosten und mit der Möglichkeit, die Anlage später zu erweitern.
Im Beratungsgespräch zeigte sich, dass diese Vorgabe machbar, im Gesamtinvest aber nicht die wirtschaftlichste Lösung ist. Gemeinsam haben wir deshalb in Simulationen mit stundenweisen Wetterdaten ein optimiertes Konzept entwickelt. Berücksichtigt wurden die internen Wärmelasten der Produktion (230,4 kW) und die Lasten durch Sonneneinstrahlung. Aus ursprünglich sechs Kühleinheiten wurden fünf Geräte, eine sechste kann bei Bedarf nachgerüstet werden. Die seit Februar 2024 betriebene Anlage kühlt zweistufig adiabat, also ausschließlich durch Verdunstung, und kommt ohne F-Gase aus.
Die Ergebnisse bei Metallbau Götzl auf einen Blick:
- Bessere Arbeitsbedingungen: Frische Außenluft mit angenehmer Temperatur erleichtert laut Peter Götzl die anstrengende Arbeit im Sommer enorm
- Geringere Betriebskosten: Laut Bericht spart Metallbau Götzl rund 78 % der Betriebskosten ein
- Kühlung ohne Kältemittel: Zweistufige adiabate Kühlung, keine F-Gase und keine direkten Kältemittelemissionen
- Saubere Hallenluft: Die ständige Filterung hält die neue Halle annähernd staubfrei
- Bereit für Wachstum: Bei steigendem Kühlbedarf kann eine sechste Einheit nachgerüstet werden
„Die gesamte Anlage ist hervorragend. Die Hallenkonditionierung ist ein ganzheitliches Konzept, das 24/7 automatisch läuft.“
Peter Götzl, Geschäftsführer Metallbau Götzl
Warum dieser Ansatz für die Industrie relevant ist
Hitze in der Halle ist selten nur ein Temperaturproblem. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Maschinenabwärme, Sonneneinstrahlung, Luftführung und Frischluftversorgung. Deshalb wurde die Anlage bei Metallbau Götzl von Beginn an im Hallenneubau mitgeplant: Luftführung, Gerätepositionierung und die Freigängigkeit des Hallenkrans wurden früh aufeinander abgestimmt. Das ist der Kern unseres Denkansatzes THINK INFRANOMIC® Engineering: zuerst verstehen, wie Gebäude, Prozesse und Technik zusammenwirken, dann die passende Lösung wählen.
Im Betrieb nutzt die Anlage nachts die kühle Außenluft. Erst wenn die Außentemperaturen am Tag steigen und die Nachtkühlung nicht mehr ausreicht, wird die adiabate Kühlung zugeschaltet. Textile Zuluftschläuche verteilen die Luft gleichmäßig und zugfrei, eine SHC-Steuerung passt Luftmenge und Frischluftanteil laufend an, und im Winter holt der Umluftmodus das Wärmepolster unter dem Dach zurück in die Halle. So lässt sich eine Halle auch ohne klassische Klimaanlage wirtschaftlich temperieren. Klassische Kältetechnik wird damit nicht pauschal abgewertet, welche Lösung passt, hängt von den tatsächlichen Anforderungen der Halle ab.
Über die Fachzeitschrift Kälte Luft & Klimatechnik
Kälte Luft & Klimatechnik ist eine deutschsprachige Fachzeitschrift für Kälte-, Luft- und Klimatechnik mit dem Untertitel „Ingenieurwissen in Forschung und Praxis“. Sie erscheint im 62. Jahrgang bei der Schlütersche Fachmedien GmbH in Hannover als Printmagazin mit digitalem Angebot. Das Magazin berichtet über Anwendungen aus der Praxis ebenso wie über Wissenschaft und Normung. Den Beitrag hat die Autorin Alicia Barth verfasst. Wir bedanken uns bei der Redaktion für den Praxisbericht.












